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Die Prinzhorn Group reflektiert die letzten 6 Monate der Covid-19 Krise.

Stabile Marktposition. Investment Projekte verschoben, aber nicht abgesagt.

Nach sechs Monaten Covid-19 blickt Cord Prinzhorn, CEO der Prinzhorn Gruppe, auf die Auswirkungen der Corona-Krise auf sein Tagesgeschäft sowie auf die strategischen Projekte des Unternehmens zurück. 

Insgesamt geht es der Prinzhorn Gruppe recht gut. Wichtige Projekte konnten trotz Corona-bedingter Verzögerungen und eines Umsatzrückgangs umgesetzt werden. "Auch wenn wir bis zu 20 Prozent weniger Umsatz haben, sind wir in Bezug auf den Ertrag viel näher am Budget", sagte Prinzhorn.

Aufgrund des breiten Kundenportfolios mit mehr als 25.000 Verpackungskunden - von denen 75 Prozent als lokale Kunden rund um die Verpackungswerke bedient werden - konnten coronabedingte Marktveränderungen aufgeweicht oder kompensiert werden. Der gestiegene Online-Handel und die Tatsache, dass 70% aller Kunden aus dem Lebensmittelbereich kommen, sorgte ebenfalls für eine solide Auslastung der Verpackungsbetriebe. 

"Da unsere drei Abteilungen in allen 16 Ländern miteinander verbunden sind, haben wir einen guten Überblick über den gesamten Recyclingkreislauf. Auf diese Weise konnte gezielt auf Marktveränderungen durch Risikodiversifizierung reagiert werden. Dies führte zu einer nachhaltigen und stabilen Entwicklung", so Prinzhorn.

Besonders erfreulich ist für Prinzhorn die Tatsache, dass Wellpappverpackungen im Einklang mit dem Umwelttrend von den Endkunden bevorzugt werden. In der Prinzhorn Gruppe wird neues Verpackungspapier ausschließlich aus Papier für das Recycling hergestellt.

Mit der "Grow2030-Strategie" und dem damit verbundenen Ziel der Verdoppelung der Gruppe auf der Basis von 2015 bis 2030 wächst das Unternehmen konsequent durch Akquisitionen, Expansion und Greenfield-Projekte. Jüngste Beispiele dafür sind neue Wellpappenwerke in Polen und Rumänien. Mit der Integration der Bereiche Verpackung, Papier und Recycling steht der Konzern auf drei soliden Beinen.

Cord Prinzhorn: "Natürlich gibt es auch Länder, in denen wir Schwierigkeiten hatten. So hat sich beispielsweise der Bau unserer neuen Papiermaschine in Spremberg bei Dresden verzögert. Das ist für ein 370-Millionen-Euro-Projekt nicht erfreulich, aber wir müssen uns in Zeiten wie diesen einfach damit abfinden".

Aus der Sicht von Prinzhorn tragen ein stabiles Management, langfristiges Denken und eine geringe Fluktuation der Mitarbeiter wesentlich zum Erfolg des Unternehmens bei. Sein Vater Thomas Prinzhorn legte den Grundstein für die nachhaltige Expansion des Konzerns. In den vergangenen Jahren wurden neun von zehn erwirtschafteten Euro in das Unternehmen reinvestiert. Mit einem modernen Maschinenpark, gesicherter Liquidität und 9.800 hoch motivierten Mitarbeitern sieht sich das Unternehmen für die kommenden Monate gut aufgestellt. In den schwierigsten Monaten der Krise ist es der Prinzhorn-Gruppe gelungen, in 15 der 16 Länder ohne Kurzarbeit zu operieren. Lediglich an einem Standort in Deutschland war diese Maßnahme notwendig.

"Langfristiges Denken gegenüber unseren Mitarbeitern und Stakeholdern ist für uns als Familienunternehmen von entscheidender Bedeutung. Darauf können wir bauen, gerade in schwierigen Zeiten", sagt Cord Prinzhorn.

Die Prinzhorn-Gruppe